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Der Zookurier

Dieses Thema im Forum 'Benutzerecke' wurde von -kulli- gestartet, 19 November 2013.

Liebe(r) Forum-Leser/in,

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  1. -kulli-

    -kulli- Lebende Forums-Legende

    Der schönste Gewinn beim Spiel ist der einer Freundschaft!


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    Liebe Leser,

    vor einigen Tagen erreichte mich ein Leserbrief, der mich sehr gerührt und auch nachdenklich gestimmt hat.
    Frau K.. berichtete mir von ihrer Zeit als Zoodirektor und ihren damit verbunden Aufenthalten hier im Forum. Dabei scheint es das Glück besonders gut mit ihr gemeint zu haben und ließ sie etwas finden, was in der heutigen Zeit sehr selten geworden ist, nämlich echte Freunde.
    Sicher, Freunde finden ist nicht schwer, doch ob sie diese Bezeichnung tatsächlich verdienen, zeigt sich erst in dem Moment, in dem man sie wirklich braucht.
    Frau K.`s Freunde haben sich bewährt. Sie haben gezeigt, dass auf sie Verlass ist.
    Während unsere Leserin in den letzten Monaten eine schwere Zeit überstehen musste und nicht nur einmal daran dachte, aufzugeben, waren sie da, haben aufmerksam auch mal zwischen den Zeilen gelesen und ihr die helfende Hand gereicht, die sie wieder aufgerichtet hat.
    Was gibt es schöneres? Für viele hier, besonders, wenn sie schon etwas länger dabei sind, ist es längst mehr als nur ein Spieleforum. Nein es ist Ausgleich zum oftmals stressigem Alltag, hier kommen die verschiedensten Menschen zusammen und so manches Erlebte wird man wohl nie wieder vergessen. Wenn man dann jedoch, so wie Frau K., Freundschaften schließt, die weit über das Spiel hinaus gehen, kann man sich nur glücklich schätzen.
    Ich wünsche allen Lesern, die ebenfalls hier im Forum Freundschaften geschlossen haben, dass diese Bestand haben mögen, denn auch ich habe hier sehr liebe Menschen kennen und schätzen gelernt, mit denen ich im regelmäßigen Kontakt stehe und die ich nicht mehr missen möchte.
    Natürlich habe auch mein Lehrgeld zahlen müssen und so einige User, die anfangs besonders nett waren, haben sich als „Falsche Fuffziger“ herausgestellt.
    Damit es euch da besser ergeht, möchte ich, so wie ich begonnen habe, auch mit einem Zitat enden.

    Sei höflich zu allen, aber freundschaftlich mit wenigen und diese wenigen sollen sich bewähren, ehe du ihnen dein Vertrauen schenkst.
    (G. Washington)​

    Eure -kulli-
     
    Zuletzt bearbeitet: 28 Dezember 2013
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  2. Baerli

    Baerli Lebende Forums-Legende

    D a n k e
    Als gelegentliche Mitarbeiterin der Redaktion und eifrige Leserin des Zookuriers möchte ich mich bei unserer Herausgeberin für ihren letzten Artikel bedanken.
    Ich spreche sicher im Namen vieler meiner Reporterkollegen/innen und auch
    einiger Leser/innen unsere Gefühle aus, die wir beim Lesen dieser Zeilen empfunden haben. Bei allen aktuellen Nachrichten und persönlichen Problemen werden leider zu oft die Begriffe wie Menschlichkeit, Hilfsbereitschaft und Freundschaft vergessen.
    Danke Kulli, dass Du uns mal wieder daran erinnerst hast, auch gerade jetzt zum Jahreswechsel sollte Dein Artikel zum Nachdenken anregen.

    In diesem Sinne wünsche ich allen ein frohes und gesundes

    N e u e s J a h r
     
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  3. Eisiline

    Eisiline Graf Forum

    Gastkolumne 2

    Liebe Zookurier-Leser,

    ihr wollt sicher wissen, wie es Horst ergangen ist. Nun, als der Apotheker endlich kam und die Tür öffnete, saß Horst ohne Bauchweh, aber total durchgefroren vor der Apotheke. Der Apotheker bat ihn herein, doch Horst konnte nicht mehr, er war fest gefroren. Dem Apotheker blieb also nichts anderes übrig und rief im nächsten Baumarkt an. Die Handwerker kamen auch eiligst und in nicht einmal 5 Stunden war die Fasade der Apotheke um 3,50 Meter nach vorne versetzt, sodass Horst in der Apotheke saß. Nun drehte der Apotheker die Heizung auf und Horst taute langsam wieder auf. Da seine Bauchschmerzen mittlerweile von allein verschwunden waren, verließ er die Apotheke mit einem freundlichen "Einen schönen Tag noch" und lies den verdutzten Apotheker stehen. Dem interessierten Leser stellen sich nun bestimmt mehrere Fragen: Wieso hat Horst kein Bauchweh mehr, wer zahlt die Rechnung für den Apothekenausbau, was sagt das Bauamt dazu, wieso kommt Oma Else nicht mehr auf dem Gehweg an der Apotheke vorbei mit ihrem Rollator und die wichtigste Frage: Was macht die kleine Maus, die sich heimlich während der Arbeiten in die Apotheke geschlichen hat nun? All das und noch viel mehr erfahrt ihr vielleicht in den nächsten Kolumnen. Und da ja meine Texte für ihre tollen Enden bekannt sind, die völlig sinnfrei sind, breche ich dieses mal einfach mitten in einem Satz ab, mal schauen was ihr davon haltet oder ob ich nie mehr schreiben darf oder ob ich das zukünftig immer so mac...
     
    Schneekönigin, **momo**, ~Thork~ und 4 anderen gefällt dies.
  4. -kulli-

    -kulli- Lebende Forums-Legende

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    Liebe Leser,

    heute schreibe ich meinen Artikel in eigener Sache, denn ich möchte Danke sagen.

    Der Countdown läuft, langsam und unaufhaltsam zählt die Uhr die letzten Stunden des alten Jahres herunter.

    Ich hoffe, ihr habt alles erledigt, was noch zu erledigen war, die Getränke kalt gestellt, genug Raketen und Böller besorgt und das passende Outfit bereit gelegt. Dann könnt ihr hoffentlich die letzten verbleibenden Stunden in Ruhe und so ganz ohne Stress an euch vorbei ziehen lassen, bevor die Party startet.

    Ich weiß nicht, wie es bei euch ist, ich jedenfalls nehme mir, sobald der Weihnachtsmarathon hinter mir liegt, bewusst etwas Zeit und lasse das vergangene Jahr noch einmal gedanklich an mir vorbei ziehen.

    Was war besonders gut, was schlecht und habe ich alles erreichen können, was ich mir vor einem Jahr vorgenommen habe?

    Und ich nehme mir die Zeit, den Menschen zu danken, die mich auf meinem Weg durch die vergangenen Monate begleitet und für mich da waren, wenn ich sie brauchte.

    Auch in diesem Jahr habe ich hier im Forum wieder sehr liebe und nette Menschen besser bzw. neu kennen gelernt, mit einigen stehe ich mittlerweile in engerem Kontakt. Einige von ihnen haben mir in diesem Jahr durch eine sehr schwere Zeit geholfen.
    Danke!!!

    Ich habe auch in diesem Jahr sehr schöne Stunden mit euch hier im Forum, besonders aber auf unserer Insel, erlebt. Natürlich gab es auch Situationen, in denen ich mich geärgert habe, oder von einzelnen ziemlich enttäuscht wurde. Doch die guten Momente überwiegen.
    Danke!!!

    Auch unser Boardteam möchte ich auf gar keine Fall vergessen. Mehr als einmal war ich auf eure Hilfe angewiesen und schnell wie immer wart ihr zur Stelle. Dass dies nicht selbstverständlich ist und ihr eure wohlverdiente Freizeit für uns opfert, vergessen leider viele viel zu schnell.
    Danke!!!

    Und auch dem Reporterteam des Zookuriers möchte ich danken. Ohne eure genialen Beiträge, könnte der Zookurier nicht bestehen. Doch was nützen die Beiträge ohne euch Leser.
    Danke euch allen!!!

    Nun wünsche ich euch allen einen guten Rutsch und für das neue Jahr Glück, Gesundheit, Zufriedenheit und Erfolg bei all euren Vorhaben und hoffe, wir lesen uns im neuen Jahr wieder.

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    Die guten Vorsätze


    Es ist schon eine Sache mit den guten Vorsätzen! Eigentlich ist in den meisten Fällen schon vorher klar, dass sie nicht eingehalten werden und doch nimmt man sich etwas vor, schließlich machen das alle so. Und irgendwie habe ich das Gefühl, die Liste wird von Jahr zu Jahr um einiges länger. Ein schlechtes Gewissen ist somit also schon vorprogrammiert.
    Heute ist Tag eins. Vollgepackt mit einem großen Sack voll guter Vorsätze starte ich in den Tag und gleichzeitig ins neue Jahr.
    Die Nacht war sehr kurz, also muss erst einmal ein gutes Frühstück her.
    Und während ich mich so genüsslich durch die Überreste des kalten Buffets schlemme, fällt mir es mir wieder ein:Eigentlich wollte ich doch heute eine Diät starten und nur noch gesundes Zeugs essen. Jetzt,wo ich all die leckeren Sachen so vor mir ausgebreitet sehe, erscheint mir die Idee irgendwie absurd und ich will auch weiterhin nicht drauf verzichten. Macht aber gar nichts, ich habe ja schließlich noch genug andere Dinge auf meiner Liste.
    Satt und zufrieden lasse ich mich auf dem Sofa nieder. Jetzt ganz entspannt die Beine hochlegen, das habe ich jetzt gebraucht.
    Und während ich da so auf dem Sofa rumlümmel und ganz genüsslich die erste Zigarette rauche, fällt es mir wieder ein: Eigentlich wollte ich ja die Zigaretten ab heute weglassen und mich stattdessen etwas mehr sportlich betätigen. Tja, zu spät! So voll gefuttert mag ich mich heute so gar nicht mehr bewegen.
    So ein Pech aber auch! Da muss ich wohl auch die nächsten Punkte von der Liste streichen. Aber zwei Punkte habe ich ja noch und die werde ich ganz bestimmt einhalten können. Oder?
    Mal sehn, was steht da denn noch? Mmh, öfter an die frische Luft wollte ich gehen. Naja, ich würde ja, aber draußen regnet es und es ist kalt und windig. Außerdem steht der Winter vor der Tür. Den mag ich so gar nicht.
    Komischerweise habe ich noch nicht mal ein schlechtes Gewissen, auch diesen Punkt zu streichen. Das packt mich jedoch spätestens, als ich merke, dass nur noch ein Vorsatz übrig ist. Was werden wohl die anderen sagen, dass ich wieder einmal nicht durchgehalten habe. Den letzten Punkt kann ich hiermit auch streichen, denn ich fange schon wieder damit an, mir Stress zu machen, den ich doch eigentlich vermeiden wollte.
    Kommt euch das bekannt vor? Dann macht es so wie ich. Denn jetzt habe ich doch noch einen Vorsatz und ich bin mir ganz sicher, den halte ich auch ein.Ich bleibe, wie ich bin und werde mich nicht ändern, nur, weil man das nun mal so macht.

    Eure Kulli

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    Zuletzt bearbeitet: 2 Januar 2014
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  5. Baerli

    Baerli Lebende Forums-Legende

    Liebe Leser,

    heute möchte ich mal etwas über die Arbeit eines Zoodirektors berichten.

    Durch die Unterstützung von Herrn Direktor Tierlieb konnte ich etwas über den Jahreswechsel in einem Zoo erfahren. Zum vereinbarten Gesprächstermin erschien ich pünktlich in seinem Büro und fand dort einen völlig erschöpften, blassen Mann mit dunklen Augenringen vor. Ursache dieses Zustandes war mal wieder die Inventur.
    Wie bei jedem ordentlichen Unternehmen muss auch in einem Zoo einmal jährlich diese Inventur gemacht werden, um die genauen Tierbestände zu erfassen und mit den laufenden Aufzeichnungen abzustimmen. Daneben erfasst die Bestandsaufnahme auch sämtliche andere Gegenstände (Deko, Futtermittel ...), doch das soll hier nur nebensächlich erwähnt werden.
    Während bei einem Unternehmen jedoch moderne technische Hilfsmittel eingesetzt werden, muss im Zoo noch alles von Hand erledigt werden.
    Das hört sich ja erst einmal sehr einfach an, aber schon bei den Papageien kommen die ersten Probleme. Wie soll gezählt werden, wenn die Tiere ständig umherfliegen? Bei den Alpacas verwirrt die permanente Klonerei die zählenden Helfer. Stehen sie dagegen zu nah am Löwengehege, werden sie eventuell von den Strahlen beim Beamen der Löwin mit erwischt. Ein scharfes Auge ist auch notwendig, um bei den Waranen festzustellen, ob die Eier sich überhaupt bewegen und somit dort Nachwuchs vorhanden ist. Auch bei den Schmetterlingen muss man genau hinschauen, um sie von den Blumen zu unterscheiden. Im Gehege der Waschbären müssen die Helfer aufpassen, dass sie nicht von den Degen aufgespiesst werden oder ein schickes "Z" auf dem Rücken nach Hause bringen.
    Immer länger wurde die Liste der Probleme, die in einem etwas anderen Zoo entstehen. Um jedoch abzukürzen, will ich nur noch die Geisterkatzen erwähnen. Wie soll man Tiere zählen, die immer unsichtbar werden?
    Zum Schluss werden dann noch die Lagervorräte erfasst. Gerade hier ist die Inventur sehr wichtig. Anscheinend sind die Gehege hier wohl schon älter, so dass die Tiere immer mal wieder verschwinden. Irgendwann und irgendwie tauchen sie zwar wieder auf, aber es ist immer erst eine sehr nervliche Angelegenheit. Kommen sie alle wieder? Sind sie noch gesund? Deshalb bestand bei dem Direktor die Hoffnung, dass gemeinsam mit seinen Kollegen zu den Feiertagen mal wieder eine Sammlung zwecks Reduzierung der Lagebestände stattfinden würde. Da diese gemeinsame Aufgabe jedoch ausblieb, geht im Lager die Zählerei weiter.
    Um diesen ganzen Stress zu vermeiden, will unser Herr Tierlieb mit weiteren Kollegen bei der obersten Zoodirektion mal einen Antrag stellen, ob von dort eine technische Möglichkeit geschaffen werden kann, die Bestände auf einen Klick anzuzeigen? Aber muss man drei oder vier Ausfertigungen einreichen? Oder wurden bereits diesbezüglich Anfragen gestellt? Also wieder Probleme, die gelöst werden müssen.
    Am Ende unseres Gesprächs konnte man jedoch Herrn Tierlieb die Erleichterung anmerken, einmal über die schwierige Arbeit beim Jahreswechsel geredet zu haben. Danach kehrte allmählich die Vorfreude auf das bevorstehende Wochenend bei ihm ein, an dem er einen Kurztrip auf die Trauminsel machen will. Bei Sonnenschein, Strand und viel Ruhe will er dort mal kurz ausspannen.

    Gute Erholung wünscht ihm das Team vom Zookurier.
     
    Zuletzt bearbeitet: 3 Januar 2014
    Schneekönigin, Purzel, **momo** und 4 anderen gefällt dies.
  6. -kulli-

    -kulli- Lebende Forums-Legende

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    Früher war alles besser...


    Wer kennt diesen Ausspruch nicht? Oft und gern bedient man sich seiner, wenn man an die guten alten Zeiten zurück denkt.
    Zoodirektor Kunibert Hasenfuß ist kein Mann, der so leicht aufgibt und jammert und doch ertappt auch er sich in den letzten Monaten immer öfter dabei, dass er sehnsüchtig an die vergangenen Zeiten zurück denkt.
    „Ich kann nicht sagen, wie lange es noch gut geht, aber die Betreibung des Zoos ist längst ein Verlustgeschäft.“, erzählt er uns. Traurig sitzt er hinter seinem großen Schreibtisch und blättert Kopf schüttelnd in seinen Tagesabrechnungen. Schon lange übersteigen die täglichen Ausgaben das, was herein kommt und ein Gehalt habe er sich schon lange nicht ausgezahlt.
    „Das ist einfach nicht drin.“, meint der Tierliebhaber.
    Bei einer Führung durch seinen wunderschön gestalteten Tierpark erklärt er mir seine Misere. „Sehen sie, unser Tierbestand ist in den letzten Monaten enorm gestiegen,das zieht natürlich auch höhere Kosten für Futtermittel, zusätzliche Tierarztkosten und immer mehr Instandhaltungsmaßnahmen nach sich. Die Einnahmen bleiben allerdings relativ konstant.“
    Und während wir die neuesten Zoobewohner, zwei Huskyfamilien, bestaunen, schwelgt Herr Hasenfuß schon wieder in Erinnerungen.
    Damals, als er vor ca. drei Jahren die Leitung dieses Zoos übernahm, gab es zwar auch keinen übermäßig großen Gewinne, aber er hatte sein Auskommen.
    Ja, da war die Arbeit auch noch überschaubar, er konnte vieles allein erledigen. Das ist heute gar nicht mehr denkbar. „Damals waren es vielleicht 50 Gehege, die versorgt werden mussten. Das war allein gut schaffbar. Mittlerweile sind es weit über 200, da braucht man schon Helfer. Und Helfer kosten nun mal. Ich bin ja auch sehr froh, dass ich so fleißige Helfer finden konnte, die auch nicht vor der ein oder anderen Überstunde zurück schrecken. Dafür bin ich ihnen auch sehr dankbar.“, erzählt uns der Mann. „Ohne sie ginge es nicht und ich würde mich gerne erkenntlich zeigen, doch mehr als der Mindestlohn von 6ZD ist nicht drin. Das lässt unsere finanzielle Lage im Moment einfach nicht zu.“
    Wir gehen weiter und kommen ans Gehege mit den putzigen Loris. „Das hier ist momentan unsere größte Einnahmequelle.“, erklärt uns Herr Hasenfuß. „Es gibt zur Zeit eine große Nachfrage nach diesen Tieren und der Nachwuchs wird gut bezahlt. Also wird gezüchtet, so oft es geht, auch wenn es mir in der Seele weh tut, den stolzen Eltern ihren Nachwuchs zu entreißen. Anders geht es leider nicht.“
    Auf meine Frage, ob er schon einmal über eine Verkleinerung seines Zoos nachgedacht habe, zuckt er mit den Schultern und erklärt mir, dass dies schon die nächsten Probleme mit sich bringen würde.
    „Natürlich habe ich schon daran gedacht, doch dann könnten wir auch gleich dicht machen. Wir brauchen diesen hohen Tierbestand, um mit den anderen Zoos mithalten zu können. Uns würden die Besucher weg bleiben und die Einnahmen weiter sinken. Doch das ist noch nicht alles. Weniger Tiere bedeuten gleichzeitig auch weniger XP. Und weniger Punkte bedeuten, dass ich noch länger auf die Einnahmen von sagenhaften 3ZD warten müsste. Verstehen sie?“
    Ich denke, ich habe verstanden, frage mich aber, ob es auch bei den Verantwortlichen angekommen ist. Wie mir Herr Hasenfuß auf dem Weg zum Ausgang noch erklärt, gab es da früher wohl noch zu jedem Levelup eine Belohnung oben drauf. Doch auch das ist für die großen Zoos weggebrochen, obwohl es schon sehr lange Versprechungen in der Richtung gibt.
    Wir haben das große Tor erreicht. Eine Frage habe ich dann aber doch noch. Macht Herr Hasenfuß dies wirklich alles für nichts?
    Er muss nicht lange überlegen, die Antwort folgt prompt und begleitet von einem Augenzwinkern. “Wenn ich all die zufriedenen Tiere sehe und die strahlenden Kinderaugen vor den Gehegen, dann ist mir das Lohn genug. Und es ist ja nicht so, dass ich nichts bekomme. Es gibt doch immer noch die 3 ZD Belohnung, ich muss nur einige Millionen XP durchhalten.“
    Ich verabschiede mich mit dem Versprechen, bald wieder vorbei zu schauen und der Hoffnung, dieser Zoo möge noch sehr lange bestehen.
    Mich ruft schon mein nächster Außentermin, während Herr Hasenfuß sich auf den Weg ins Büro macht. Die nächsten Futterbestellungen müssen kalkuliert und die Tagesabrechnungen durchgesehen werden. Wünschen wir ihm, dass sie heute und in Zukunft positiver ausfallen werden.

    Eure -kulli-
     
    Zuletzt bearbeitet: 7 Januar 2014
    60kaktus, Schneekönigin, Purzel und 6 anderen gefällt dies.
  7. Baerli

    Baerli Lebende Forums-Legende

    F r a g e z e i c h e n

    Nachdem der Zoo gerade seine Tore geöffnet hat, bin ich schon wieder auf einem Besuch hier. Irgendwie ist heute aber eine seltsame Stimmung im Zoo. Es sind noch keine weiteren Besucher anwesend und die sonst so fleissigen Helfer stehen in kleinen Grüppchen zusammen.
    Sobald ich näher komme, grüssen sie freundlich, gehen aber schnell auseinander. Um sich dann in der nächsten unbeobachteten Ecke wieder zu treffen. Es wird getuschelt und heftig gestikuliert. Was hat das zu bedeuten
    ? ? ?
    Neugierig geworden, versuche ich mich mal ein wenig anzuschleichen. Dadurch kann ich einige Wortfetzen aufschnappen "wieder Spuren im Schnee...im Eingangsbereich...nächtliche Tierbesuche...letzte Woche auch schon..."
    Was soll das bedeuten
    ? ? ?
    Obwohl, vor einiger Zeit war schon einmal die Rede von unheimlichen Spuren, die keinem Zootier zugeordnet werden konnten. Sollte an den Gerüchten etwas Wahres sein
    ? ? ?
    Bigfoots, Werwölfe und Geisterkatzen sind in diesem besonderen Zoo ja bereits vorhanden, werden dadurch noch andere geheimnisvolle Tiere von ausserhalb angelockt
    ? ? ?
    Oder werden vom Zoobetreiber in geheimen Laboratorien wieder neue Unterarten gezüchtet, die zur nächtlichen Stunde schon einmal mit dem Zoo vertraut gemacht werden
    ? ? ?
    Längst ausgestorbene Tiere wie Mammut und Dodo sind ja auch schon im Zoo angesiedelt worden. Werden auf diesem Gebiet weitere Experimente durchgeführt
    ? ? ?
    Während ich in Gedanken versunken die Gehege betrachte, kommt mir der Zoodirektor Herr Tierlieb entgegen. Wir beschliessen, uns bei einem Tee im Teehaus aufzuwärmen. Nach allgemeinem Geplänkel, lenke ich das Gespräch vorsichtig auf die geheimnisvollen Spuren. Kann ich etwas von ihm in Erfahrung bringen
    ? ? ?
    Nachdem Herr Tierlieb zunächst unruhig auf seinem Stuhl hin und her rutscht und versucht, das Thema zu wechseln, gibt er doch endlich nach. "Ja, da wäre schon etwas, aber eigentlich..." druckst er herum, um sich dann doch einen Ruck zu geben. Er würde mich ja schon länger kennen, aber ich dürfte darüber noch nicht konkret berichten, aber er würde mir trotzdem was zeigen. Was mag das wohl sein
    ? ? ?
    Dann führt er mich zum Eingangsbereich, wo sich eine unscheinbare Tür befindet. Hinter dieser Tür geht es einen langen dunklen Gang entlang, den wir ohne Worte betreten. Wohin führt dieser unheimliche Gang
    ? ? ?
    Endlich erreichen wir ein Stahltür, an der sich ein altes Schloss und ein modernes Zahlenschloss befinden. Umständlich kramt er einen Schlüssel aus seiner Tasche, während meine Spannung steigt. Endlich ist das Schloss geöffnet und er tippt an dem Zahlenschloss einige Zahlen ein. Doch plötzlich ertönt eine Sirene... was ist jetzt passiert
    ? ? ?
    Diese Sirene...da stimmt was nicht.....das Geräusch kenne ich doch....so laut....so anhaltend.....so klingelt doch eigentlich nur mein Wecker
    ? ? ?
    Langsam werde ich wach und komme in die Wirklichkeit zurück. Keine Spuren, keine Geheimnisse, keine Experimente.... alles nur ein Traum.

    Das zeigt mal wieder, wie interessant Zoobesuche sein können, dass man sogar nachts davon träumt.

    Eure Baerli

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    Aktuelle Information
    Während im realen Leben jetzt fast überall der Winter eingezogen ist, ist er bei Zoomumba innerhalb von wenigen Minuten ausgezogen. Anscheinend wurde er vom Orientexpress mitgenommen und unterwegs auf der langen Strecke entsorgt.

    Eigentlich könnte der Zoobetrieb jetzt wieder normal ablaufen, ....wenn da nicht so kleine grüne Käfer durch die Luft fliegen würden.

    Obwohl sie mit ihren bunten Bällen sehr verspielt aussehen, denkt man als Besucher im ersten Moment an Urwald und giftige Insektenstiche. Nach Angaben der Zoobehörde stellt diese Gattung jedoch keine Gefahr für Mensch und Tier dar.

    Im Gegenteil, es handelt sich um Glücksbringer, die etliche Geschenke aus dem fernen Orient mitgebracht haben. Und Geschenke erfreuen jeden Zoodirektor in der heutigen, schweren Zeit.

    Deshalb freuen wir uns in der kurzen Zeit über diese kleinen Krabbeltiere und passen auf, dass wir nicht auf sie treten, falls sie sich mal auf dem Weg ausruhen.

    Eure Baerli



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    2.2.2014 M u r m e l t i e r t a g [​IMG]


    Es ist noch sehr früh, als Zoodirektor Tierlieb heute seinen Zoo betritt. Bevor seine Helfer kommen, will er noch in aller Ruhe einen Rundgang machen, damit auch alles in Ordnung ist, bevor der Zoo für die Besucher geöffnet wird.

    Doch was ist das? Der Direktor traut seinen Augen nicht. Überall auf den Wegen liegt etwas Müll. Hier Fleischreste, dort etwas Obst, dahinten zerplatzte Luftballons und dazwischen sogar einige Plüschtiere. Was ist denn hier passiert, fragt sich Herr Tierlieb. Müll-Toni arbeitet doch immer sehr gewissenhaft, oder haben ungebetene Besucher das angerichtet?

    Grübelnd durchschreitet er seinen Zoo, in dem heute eine seltsame Ruhe herrscht. Kein
    Papageiengeschrei, kein Löwengebrüll, kein Schweinegrunzen ist zu hören. Die Tiere schlafen wohl noch. Merkwürdig und seltsam zugleich.

    Als Herr Tierlieb das Gehege der Murmeltiere erreicht, trifft ihn fast der Schlag. Hier ist ja noch mehr Abfall als auf den Wegen. Nach seiner letzten Silvesterparty sah seine Wohnung genauso aus, fiel dem Direktor plötzlich ein.

    Party....aber nein, das ist doch unmöglich. Sicher, es ist heute Murmeltiertag... aber was für ein absurder Gedanke. Obwohl.... lächeln die Murmeltiere ihn nicht so verschmitzt an, summen die Finken nicht so leise vor sich hin und sogar die sonst so sturen Hochlandrinder grinsen so seltsam. Herr Tierlieb schüttelt nur noch den Kopf über seine lebhafte Phantasie. Die Orientreise, der Klimawechsel, der Umbau...war wohl alles etwas zu stressig in der letzten Zeit. Ein extra starker Kaffee wird seine Gedanken wieder in die Wirklichkeit lenken. Ausserdem muss Müll-Toni sofort kommen und aufräumen. Mit schnellen Schritten eilt der Direktor zu seinem Büro.

    Dadurch bekommt er das leise Gemurmel aus den Gehegen nicht mehr mit. "Tolle Idee von den Murmeltieren, in den Ehrentag zu feiern" - "war richtig schön die Feier" - "hat viel Spass gemacht" - "Essenreste hatten wir auch noch" - "die Ballons aus den Geburtstagsgehegen platzen prima" - "müssen wir bald mal wieder machen"-- so ging es noch eine ganze Zeit weiter. Irgendwann stoppte der Löwe jedoch das Gemurmel: " So schön wie es war, jetzt kommt der Alltag wieder und damit auch gleich die Besucher. Und bei der nächsten Party muss besser aufgeräumt werden!"

    Und wenn der König der Tiere spricht, gehorchen sie auch alle. Und dann können auch die Besucher wieder in einem fast normalen Zoo ihre Runden drehen.

    Auch am Murmeltiertag .............................. [​IMG]

    Eure Baerli




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    R ü c k b l i c k

    Feierabend... eigentlich sehr selten, doch jetzt kann sich Zoodirektor Tierlieb auch mal entspannt auf seinem Bürostuhl zurücklehnen und die letzten Tage Revue passieren lassen. Es waren sehr schöne und interessante Tage, aber auch eine anstrengende Zeit im Orient.

    Eine sehr gute Idee von der obersten Zoobehörde, alle Zoodirektoren in das ferne, geheimnisvolle Land zu schicken.

    Die Besichtigung der Pyramiden war schon sehr eindrucksvoll. Es wurde sogar gemunkelt, dass sich einige Kollegen in dem Labyrinth von Gängen verirrt haben sollten. Auch der Ausritt auf den Kamelen war ein tolles Erlebnis. Obwohl Herr Tierlieb jetzt auf seinem sicheren Bürostuhl sass, meinte er immer noch, die schaukelnden Bewegungen zu spüren. Gut, dass er nicht wie manch anderer Kollege seekrank wurde. Lediglich der Sand war schon etwas lästig. Abends beim Ausziehen türmten sich kleine Sandberge auf dem Fussboden. Und das Zeug steckte nicht nur in der Kleidung, sondern irgendwie auch zwischen den Zähnen.

    Unvergesslich war der Besuch auf dem Basar mit den duftenden Gewürzständen und Baklava-Buden. Eine völlig andere Kultur auf die man dort traf. Und noch schöner war es, dass die oberste Zoobehörde dort sogar ein Gewinnspiel arrangiert hatte. Auch Direktor Tierlieb gehörte zu den glücklichen Gewinnern. Er konnte ein phantasievolles 1001-Nacht-Gehege und sonstige Deko für seinen heimischen Zoo erspielen. Und der Hauptgewinn bestand aus den beiden Tierarten Rüppelfuchs und Sphynx-Katze.

    Ohne Probleme mit den Zollbehörden und sonstigen Ämtern konnte alles gesund und heile nach Hause transportiert werden, obwohl Herr Tierlieb jetzt beim Nachdenken noch einige Schweisstropfen von der Stirn wischen konnte. Nach der Rückkehr begannen dann natürlich wieder die obligatorischen Umbauarbeiten im Zoo. Im grossen, weiten Orient waren die Pyramiden gar nicht so riesig, aber auf dem Zoogelände brauchten sie schon einige Flächen. Ausserdem sollten ja auch die anderen Teile wie Obelisk und Sarkophag dekorativ aufgebaut werden.

    Aber auch diese Aufgabe war inzwischen geschafft. Und die neuen Sachen sind eine wertvolle Errungenschaft für den Zoo, was diverse Besucher bereits bestätigt haben. Auch die neuen Tiere haben sich gut eingelebt und inzwischen schon Nachwuchs bekommen.

    So kann sich Direktor Tierlieb jetzt ganz entspannen. Sein Fazit von den letzten Tagen lautet: es war eine abwechslungsreiche Reise mit vielen neuen Attraktionen für seinen Zoo.
    Und mit einem guten Gefühl beendet Herr Tierlieb seinen gedanklichen Rückblick und geht endlich in den... Feierabend.


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    Eure Baeli



     
    Zuletzt bearbeitet: 5 Februar 2014
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  8. -kulli-

    -kulli- Lebende Forums-Legende

    Ein ( fast ) romantischer Valentinstag

    Denkt Zoodirektor Kunibert Hasenfuß zurück an die vergangenen zwei Tage, so läuft es ihm sofort kalt über den Rücken und der Schweiß tritt ihm auf die Stirn.

    Und dabei sollte der diesjährige Valentinstag etwas ganz besonderes werden. Das war er dann zwar auch, doch leider nicht im Entferntesten so, wie Herr Hasenfuß es sich erhofft hatte....

    Als Zoodirektor hat man immer alle Hände voll zu tun und kann in den seltensten Fällen Rücksicht darauf nehmen, ob es nun gerade Wochenende ist oder ein Feiertag ansteht.
    Verständlicherweise hing im Hause Hasenfuß des öfteren der Haussegen gehörig schief. Adelgunde Hasenfuß konnte und wollte nicht verstehen, dass ihr Mann diese Tage bei seinen Tieren verbrachte, anstatt mit ihr das traute Familienleben zu genießen.
    Genau darum sollte es diesmal alles anders werden. Lange hatte Kunibert H. geplant, alles wieder verworfen und erneut geplant. Dieser Valentinstag sollte nur seiner Frau und ihm gehören.
    Ein Tisch für zwei in der kleinen Holzfällerhütte direkt am Schwanensee war bestellt. So ein romantisches Essen bei Kerzenschein würde seine Gattin sicher wieder besänftigen. Ein Stehgeiger war auch organisiert. Es hat halt auch seine Vorteile, wenn man stolzer Besitzer einer Zooband ist. Und selbst an einen riesigen Rosenstrauß hatte er gedacht. Eigenhändig hatte er dafür den Rosenbusch draußen am Eingangstor geplündert.
    Selbst für die richtige Deko hatte er gesorgt und von seinen letzten Ersparnissen einige Liebesballons erstanden, die langsam in den Himmel aufsteigen sollten.
    Noch einmal inspizierte Herr Hasenfuß seinen Zoo, während die Herzkugel rote Herzen durch die Luft schweben ließ. Es war einfach perfekt!!!
    Nun noch schnell in den besten Anzug geschlüpft und dann schnell die bessere Hälfte empfangen, die jeden Moment eintreffen würde...

    Schon beim Anblick des blinkenden Anrufbeantworters hatte er kein sonderlich gutes Gefühl. Und er sollte Recht behalten.
    Jetzt noch bereut es Hasenfuß, sein Büro an diesem Abend noch einmal betreten zu haben und erst recht, den AB abgehört zu haben.
    In der Nachricht von der obersten Zoobehörde wurde ihm kurz und knapp mitgeteilt, dass ab sofort ein weltweiter Zoo- Lagerverkauf stattfände und er und seine Angestellten sich eiligst an die Arbeit zu machen hätten.

    Bewaffnet mit seinem Strauß Rosen hatte Herr Hasenfuß seine Gattin kurz darauf am Zooeingang empfangen, um ihr dann kleinlaut mitteilen zu müssen, dass man diesen Abend leider verschieben müsse, da dringende Arbeiten riefen. Wütend und enttäuscht war seine Frau daraufhin abgerauscht, hatte ihm zuvor jedoch noch die prächtigen Rosen um die Ohren gehauen. Nicht eine von ihnen war heil geblieben. Die Überreste hatte Müll- Toni heute früh entsorgen müssen.

    Der Lagerverkauf war zwar ein voller Erfolg gewesen, doch ging es nur sehr schleppend voran. Gerade so, als wüssten die Tiere, was ihnen bevor stand, hatten sie immer wieder ihre Plätze getauscht, so dass es sich als sehr schwierig erwies, jeweils die richtigen Exemplare in den Weiten des Lagers wieder zu finden. Und so zog er sich über zwei Tage hin. Doch nun endlich war es geschafft.
    Eigentlich hätte Zoodirektor Hasenfuß nun froh sein können. Das Lager war leer. Sein Magen war es jedoch auch. Diesmal hatte ihm seine Adelgunde nicht, wie sonst in solchen Fällen, einen kleinen Happen vorbei gebracht. Diesmal hatte sie sich nicht gemeldet und auch auf keinen seiner Anrufe reagiert. Ein Zeichen, dass er es nun wohl komplett vermasselt hatte.

    In Gedanken versunken, wie er diesen verpatzten Tag wieder gut machen kann, betritt Herr Hasenfuß sein Büro und sofort fällt sein Blick auf den schon wieder blinkenden Anrufbeantworter.
    Für einen kurzen Moment überlegt er noch, diesen zu ignorieren, doch sein Pflichtbewusstsein siegt auch jetzt wieder. Was, wenn es etwas dringendes ist?
    Wie dringend dieser Anruf tatsächlich ist, wird ihm schlagartig klar, als er die Stimme von Sonja vernimmt. Völlig aufgeregt bittet sie ihn, sofort zu den Blockhütten am Schwanensee zu kommen, ansonsten gäbe es eine Katastrophe.
    Herrje, hat man denn nie Feierabend!? Entnervt macht er sich also auf den Weg und wird schon von seinen seltsam grinsenden Angestellten erwartet. Was ist da los?
    Bevor Herr Hasenfuß jedoch seinem Ärger Luft machen kann, wird er auch schon von Jim durch die geöffnete Tür geschoben, während Toni ihm mit einem Augenzwinkern einen riesigen Rosenstrauß in die Arme drückt.

    Was und wer unseren Zoodirektor in der Hütte erwartet, ihr könnt es euch sicher denken.

    Adelgunde hatte genug Zeit, nachzudenken und ist sich jetzt sicher, dass sie auch zukünftig Kuniberts Nummer eins sein wird, auch wenn sie sich diesen Platz mit sehr, sehr vielen verrückten Tieren teilen muss.

    Einem, wenn auch etwas verspäteten, Valentinstag steht also nichts mehr im Wege.
     
    Zuletzt bearbeitet: 15 Februar 2014
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  9. Baerli

    Baerli Lebende Forums-Legende


    W e l l n e s s
    Bei meinem heutigen Besuch im Zoo begegnete mir mal wieder der Zoodirektor
    Herr Tierlieb. Diesmal jedoch ohne Sorgenfalten, dafür aber mit einem zufriedenen
    Lächeln.

    Ob ich schon den neuen Zoobereich besichtigt hätte, wurde ich sofort nach der
    Begrüssung gefragt. Leider musste ich diese Frage verneinen und so wurde ich
    umgehend vom Direktor dort hingeführt.

    Voller Stolz präsentierte mir Herr Tierlieb den neu angelegten Wellnessbereich im Zoo.
    Ein Wellnessbereich im Zoo?? Verwundert und fragend schaute ich den Direktor an,
    obwohl in diesem Zoo ja alles möglich ist.

    "Ja, Sie hören und sehen richtig, ein Wellnessbereich für unsere Tiere" bekam ich
    zur Antwort und dann folgte auch schon seine Erklärung.

    In der letzten Zeit haben die Zoohelfer Veränderungen bei vielen Tieren festgestellt. Teilweise waren sie so scheu geworden, dass Sonja sie kaum noch kuscheln konnte. Andere lagen lustlos in ihren Gehegen und verweigerten manchmal sogar ihr Futter. Vereinzelte Tiere wurden richtig aggressiv, als ob sie unheimlich genervt wären.

    Natürlich ist das Leben im Zoo auch für die Tiere nicht einfach. Sie wurden aus ihren gewöhnlichen Lebensräumen gerissen, sofern sie nicht hier geboren wurden, um dann in den Gehegen zu leben. Obwohl diese Gehege sehr schön und artgerecht sind und die Tiere auch rundum sehr gut versorgt und verwöhnt werden, ist es doch eine grosse Umstellung. Auch stehen teilweise Gehege zusammen, deren Tierarten in freier Wildbahn bestimmt nicht gemeinsam leben könnten. Aber aus Platzmangel kann dieser Zustand nicht vermieden werden.

    Und dann darf man auch die täglichen Besucher nicht vergessen. Natürlich sind sie als Einnahmequelle sehr wichtig für den Zoo, bringen aber eine grosse Unruhe für die Tiere mit.

    Dazu kommen dann auch noch die ständigen Umbauarbeiten für neue Gehege, Verkaufsbuden oder sonstigen Gegenständen, die von den Auslandsreisen mitgebracht werden. Ich sollte nur mal an die letzte Orientreise denken, was von dort alles mitgebracht und im Zoo aufgebaut wurde. Dieser ganze Baulärm ist ebenfalls ein
    hoher Stressfaktor für die Tiere.

    Und aus all diesen Gründen hat sich Direktor Tierlieb entschlossen, diesen schönen Wellnessbereich anzulegen. Eine wunderschöne romantische Ruheoase, die man durch eine Rosen-Pergola betritt. Inmitten von Herzbäumen und Herzbrunnen findet man die Wellness-Oase und den Wellness-Tempel.

    Natürlich können nicht alle Tiere in den Genuss dieser Anlage kommen, aber einem
    grossen Teil wird es Entspannung bringen. In Zukunft werden die Tiere immer mal abwechselnd dort einquartiert, um eine gewisse Zeit dem Zoostress zu entfliehen.

    Herr Tierlieb erhofft sich durch diese Anlage ein viel entspannteres Tierleben in
    seinem Zoo, denn....

    was für Menschen gesund und entspannend ist, kann auch keinem Tier schaden.


    Eure Baerli


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    F r ü h l i n g s e r w a c h e n

    Endlich fertig, mit einem Seufzer schliesst Zoodirektor Tierlieb die Akten. Diesen lästigen Papierkram erledigt er ja nur sehr ungern, obwohl er auch die Notwendigkeit einsieht. Aber lieber verbringt er seine Zeit draussen bei den Tieren in der frischen Luft.

    Frische Luft..... das ist das Stichwort. Herr Tierlieb beschliesst, seine heutige Mittagspause draussen zu verbringen. Bei dem herrlichen Sonnenschein wäre es doch viel zu schade, im Büro zwischen staubigen Akten zu hocken.

    Und so macht sich der Direktor gemütlich auf den Weg. Selbst die Tiere spüren schon den nahen Frühling, obwohl es erst Anfang März ist. Aber der Winter war diesmal nur ein kurzer Gast, und das macht sich bei der Natur schon bemerkbar.

    In den Gehegen herrscht ein munteres Treiben. Die Aras plappern endlos vor sich hin, die Hasen hoppeln wie aufgedreht über die Osterwiese und die Osterlämmer machen immer kunstvollere Bocksprünge. Der Schwan kann auf seinem Teich endlich wieder gemütlich seine Runden drehen, während die Gleithörnchen noch aktiver als sonst sind. Das Gurren der Liebestauben ist schon von weitem zu hören, unterbrochen vom Quaken der Frösche. Während der Pfau stolz sein fächerförmiges Rad präsentiert, strahlen die Sonnensittiche mit der Sonne um die Wette. Sogar Vogel Strauss steckt seinen Kopf mal nicht in den Sand, sondern beobachtet die munteren Waschbären. Zoodirektor Tierlieb geniesst bei seinem Bummel die Aktivitäten seiner Tiere und könnte ihnen stundenlang zusehen.

    Die gelben Narzissenfelder leuchten schon in voller Blüte, während die rosa Tulpen erst zaghaft an das Tageslicht kommen. Und sogar einige Schmetterlinge umflattern in der warmen Mittagssonne die bunten Blumenrabatte.

    Ach, diese Jahreszeit ist doch einfach herrlich. Herr Tierlieb findet eine ruhige Ecke im Zoo mit einer Bank, die voll im Sonnenschein steht. Dort macht er erst einmal Pause, wobei sein Blick auf das Schmetterlingsgehege fällt. Das farbenprächtige Bild erinnert ihn an das letzte Treffen der Zoodirektoren.

    Nach dem Winter gab es vor zwei Tagen ein Wiedersehen, wobei er einige Kollegen erst auf dem zweiten Blick erkannte. Alle trugen inzwischen wieder ihre normale oder sogar neue Kleidung, waren froh, die Wintersachen in den Schrank zu hängen.

    Ach was war das doch für ein Geschnatter bei seinen weiblichen Kolleginnen, fast wie bei einem Ententeich. Da ging es um Bestellungen von Frühjahrsgarderobe, neue Osterkleidung, geänderte Sommerkleidchen und... und... und... Ist ja allgemein bekannt, dass Frau so Probleme mit ihrer Kleidung hat.

    Obwohl, wenn Herr Tierlieb jetzt darüber nachdenkt, die diversen Schneiderwerkstätten, in denen die Zoodirektoren ihre Kleidung bestellen können, liefern schon phantastische Sachen. Individuelle Kleidung, kreativ gearbeitet, gute Qualität, völlig knitterfrei und immer passend. Dazu ein freundlicher und hilfsbereiter Service, wo bekommt man das in der heutigen Zeit noch kostenlos? Da können die Kolleginnen schon heisse Diskussionen führen und ins Schwärmen geraten. Ach ja, war schon ein interessantes Treffen. Herr Tierlieb freut sich schon auf ein baldiges Wiedersehen.

    Aber so langsam holt die Wirklichkeit unseren Direktor wieder ein und er erhebt sich langsam von seinem Sonnensitz. Die Arbeit erledigt sich leider nicht von alleine und deshalb schlendert er allmählich wieder zurück zu seinem Büro.

    Vorher wirft er jedoch noch schnell einen Blick auf die beiden Neuzugänge im Zoo. Die Scharlachsichler leuchten schon aus weiter Ferne mit ihrem roten Gefieder. Da bereits Nachwuchs vorhanden ist, haben sie sich inzwischen gut eingelebt. Das hofft er auch von den Möpsen. Noch befinden sie sich im neuen Wellnessbereich, damit sie die Umstellung vom Haustier zum Zootier verkraften.

    Wie wundervoll die Herzbäume und die Kirschblüten in ihrer rosa Pracht bereits blühen. Diese Farbtupfer müssen doch einfach den Frühling anlocken, denkt unser Direktor.

    Wieder in seinem Büro angelangt, geht Herr Tierlieb mit frischen Kräften an die nächsten Aktenberge. Zuvor wirft er jedoch noch einen sehnsüchtigen Blick aus dem Fenster in seinen Zoo, in dem der Frühling hoffentlich bald für immer einkehren wird.

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    [​IMG] ...07.03.2014..... S t ö r u n g s m e l d u n g

    Liebe Leser, ich freue mich, dass ich doch noch meinen Arbeitsplatz hier erreicht habe.

    Aufgrund von Baumassnahmen kommt es derzeit in den Ortsteilen Zoo und Forum zu diversen Schwierigkeiten, über die mich einige Leser informiert, die mich aber auch persönlich betroffen haben.

    Nach einem Gespräch mit Zoodirektor Tierlieb wollte ich mit meinem alten Jeep zum Ortsteil Forum fahren, in dem unser Verlagsgebäude steht. Unterwegs wurde ich jedoch von einer riesigen Plakatwand ausgebremst. Umfahren war nicht möglich, also wieder zurück, neu starten und eine andere Strasse benutzen. Aber auch hier erwischte mich so eine Wand. Eigentlich lebensgefährlich, so ein Teil mitten auf die Strasse zu stellen.

    Nachdem ich dann doch noch eine freie Wegstrecke gefunden hatte, erreichte mich das nächste Problem. Ich musste mich erst ordnungsgemäss anmelden, um das Verlagsgebäude betreten zu können. Anmeldung ohne Ausweis geht nicht und bei meinem heutigen Glück lag der noch auf dem Schreibtisch von Zoodirektor Tierlieb.

    Also wieder zurück zum Zoo, Ausweis geholt, Plakate umfahren, ordentlich angemeldet.... um jetzt völlig geschafft hier zu sitzen. An den teuren Spritverbrauch darf ich überhaupt nicht denken.

    Mit einem stärkenden Kaffee öffne ich dann endlich das Postfach, in dem ich weitere Nachrichten über die Störungen vorfinde. Einige Leser beschweren sich über die bekannten Strassenprobleme, andere über Schwierigkeiten mit den Stromleitungen. Nur so können sie sich erklären, dass sie ohne Vorwarnung ihre Gebäude verlassen müssen. Manche bezeichnen es als Rausschmiss, andere such noch nach Fehlern an ihrem PC.

    Was passiert hier in den Ortsteilen???

    Auch unsere Verlagsleiterin Kulli ist von den Problemen betroffen, so dass sie unseren Verlag gestern erst spät abends erreichen konnte. Unsere betriebliche Nachmittagsbesprechung fiel dadurch natürlich aus.

    Anscheinend werden hier die seit langer Zeit angekündigten grossen Umbauarbeiten in den Ortsgebieten Zoo und Forum durchgeführt, deren Nebenwirkungen wir momentan zu spüren bekommen. Hoffentlich wurden nicht irgendwelche Magnetfelder getroffen.

    Störungen sind immer unangenehm und lästig, aber liebe Leser, geniessen wir doch einfach das herrliche Sonnenwetter, den erwachenden Frühling und das anstehende Wochenende und lächeln die Probleme einfach weg.

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    [​IMG] [​IMG] [​IMG] Sondermeldung vom 10.04.2014 [​IMG][​IMG][​IMG]


    Was haben doch heute einige Zoodirektoren für einen Schock bekommen. Da wollen sie ahnungslos ihren Zoo betreten und können zunächst das schwere Eingangstor nicht öffnen.
    Erst nach vielen Versuchen lässt es sich ganz langsam bewegen.

    Und was müssen die armen Zoodirektoren dann sehen? NICHTS , richtig liebe Leser und Leserinnen: NICHTS !! Ein leerer Zoo, keine Tiere, keine Gehege. Bei einigen Direktoren war noch etwas Deko verhanden, aber sonst.. NICHTS.

    Was war denn nur passiert? Welche dreisten Diebe entführen zur Mittagszeit alle Tiere und nehmen auch noch die Gehege mit? Alle Tiere fragten sich die Direktoren und wollten schnell ihre anderen Zooteile untersuchen. Aber die anderen Teile zu betreten war entweder unmöglich oder nur sehr, sehr schwierig. Aber auch dort war nur eine grosse Leere.

    Und sogar das Flusstal war leer. Um sich vor Verfolgern zu schützen, müssen die Diebe wohl nach der Entwendung der Tiere einige Mauerstücke eingerissen und das Tal derart überschwemmt haben, dass alles verschwunden war.

    Aufgeregte Telefonate mit den anderen Direktoren und der Aufsichtsbehörde folgten. Alle zuständigen Kräfte waren im Einsatz, um die armen Tiere zu finden. Und nach einer gewissen Zeit waren die Tierfänger und die Zoohelfer erfolgreich. Nach dem Auffinden der Gehege und deren Aufbau, konnten die Tiere wieder langsam in ihre Heimat zurückkehren. Viele waren von der Entführung noch geschockt und benötigten viele Streicheleinheiten von Sonja. Andere waren zufrieden, frisches Wasser und etwas Futter zu bekommen. So ein Abenteuer war ganz schön stressig für die armen Tiere.

    Aber nicht nur für die Tiere, auch die Zoodirektoren konnten sich nur langsam von dem Schock erholen. Und das alles vor den anstehenden Ferien und Feiertagen, wo jeder doch eigentlich Ruhe und Entspannung sucht.


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    Erinnerungen

    Der Monat April macht wettermässig was er will. Aber da es im Moment nicht regnet, bin ich mal wieder im Zoo unterwegs. Bevor übermorgen die Osterbesucher in den Zoo strömen, will ich noch in aller Gemütlichkeit meine Runden drehen und mal sehen, was es an Nachwuchs gibt.

    Nach einigen Runden und da auch gerade die Sonne scheint, wäre eine kleine Pause angebracht. Bei den Gehegen mit den Hasen finde ich noch eine freie Bank. Aber gleichzeitig hat wohl eine ältere Dame mit ihrer Enkelin auch diese Bank entdeckt, so dass wir nach einem freundlichen Hallo gemeinsam Platz nehmen.

    Während die Grossmutter noch umständlich ihre Tasche abstellt, rutscht die Kleine schon unruhig hin und her. Obwohl ich eigentlich intensiv die munteren Hasen betrachte, spüre ich doch die Ungeduld des Mädchens. Und endlich ist es soweit und sie stellt die erste Frage "Oma, was ist denn mit den Osterhasen? Ich sehe nicht, dass sie die Eier bemalen?" Oh je, jetzt ist Fingerspitzengefühl gefragt. Aber die Oma antwortet in aller Ruhe, dass die Hasen die Eier ja heimlich bemalen, damit die Kinder sie erst zu Ostern in den versteckten Nestern sehen. Aber schon kommt die nächste Frage "Oma, woher haben die Hasen denn die Eier, ich habe im Zoo keine Hühner gesehen?" Auch hier hat die Grossmutter sofort eine Antwort parat "Schätzchen, wird sind doch auf der Fahrt nach hier an dem grossen Bauernhof vorbeigekommen. Der hat ganz viele Hühner, die die Eier liefern." Und so geht es die ganze Zeit zwischen den beiden weiter. Auf jede Frage des Kindes kann die Grossmutter eine Antwort geben, ohne genervt zu sein. Nach einer Weile erheben sich die beiden, um noch ein wenig durch den Zoo zu schlendern. Mit einem Lächeln verabschiedet sich die ältere Dame, während die Kleine schon zum nächsten Gehege gelaufen ist.

    In Gedanken versunken, bleibe ich noch eine Weile sitzen. Ist es nicht herrlich, dass in der heutigen Zeit noch derartige Gespräche geführt werden. Viel zu schnell vergeht die Zeit, in der die Kleinen sich noch solche Geschichten anhören und derartige Fragen stellen. Und für viele Erwachsene sind diese Geschichten über Osterhasen und Weihnachtsmänner oder andere Märchen einfach out. Das passt doch nicht in die moderne Zeit mit all ihrer Technik, die natürlich notwendig ist.

    Aber eigentlich sind es doch gar nicht die Geschichten. Vielmehr geht es doch darum, gemeinsam etwas Zeit zu verbringen. Gemütlich beieinander sitzen, sei es in der Sofaecke, im Sessel oder auf der Gartenbank. Vorlesen, erzählen oder einfach nur reden und zuhören.
    Sich dafür mal die Zeit nehmen und den Alltagsstress abschalten, die Sorgen vergessen.

    Diese Momente der Gemeinsamkeit kann kein PC oder Fernseher ersetzen, diese Momente bleiben in Erinnerung. Auch wenn sie im Laufe der Jahre verblassen, aber irgendwann tauchen sie wieder auf. Und dann kann man mit einem Lächeln an die gemütlichen Stunden denken, an denen die Eltern oder Grosseltern Zeit hatten.

    Vielleicht ergibt sich bei den anstehenden Ostertagen diese Möglichkeit der Gemeinsamkeit.
    Ich möchte es allen Lesern und Leserinnen wünschen und natürlich auch...........


    Frohe Ostern [​IMG]







     
    Zuletzt bearbeitet: 18 April 2014
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  10. -kulli-

    -kulli- Lebende Forums-Legende

    Tick, Tack.... Tick, Tack....

    Unaufhaltsam dreht der Zeiger auf meiner Schreibtischuhr seine Runden und erinnert mich mit seinem mahnendem Ticken daran, dass ich hier langsam mal etwas zu Papier bringen sollte.
    In einer Stunde ist Abgabeschluss für die neueste Ausgabe des Zookuriers. Mit Müh und Not habe ich bei der Druckerei einen Aufschub erwirken können. Allerdings hatte ich zu dem Zeitpunkt auch noch die Hoffnung, mir würde in der verbleibenden Zeit die zündende Idee kommen. Und jetzt!? Nichts aber auch wirklich gar nichts will mir einfallen.

    Tick, Tack.... Tick, Tack....

    Komm schon kulli, konzentriere dich!!! So schwer kann es doch nicht sein, ein paar Zeilen zu schreiben. Das hat doch auch bisher immer gut geklappt.

    Worüber könnte ich also schreiben?

    Es könnte etwas wirklich Spannendes sein. Da es zurzeit im Zoo jedoch wenig Spannung gibt, fällt das dann wohl schon mal weg.

    Grübel... Ich könnte über das vergangene Event schreiben. Da das Thema jedoch schon ausgiebig im Feedback durch gekaut wurde, fällt das allerdings auch weg.

    Tick, Tack.... Tick, Tack....

    Jetzt hab ich`s! Ich könnte doch über Joe und seine neuesten Abenteuer schreiben. Dem läuft ja bekanntlich auch die Zeit davon. Geht aber leider auch nicht, denn die Geschichte gehört in einen anderen Thread.

    Noch 30 Minuten und noch immer kein Wort geschrieben.

    Wie wäre es mit dem Wetter? Ein allseits beliebtes Thema, aber leider gibt es den neuesten Wetterbericht schon täglich im Forum.

    Apropos Forum, da ist doch bestimmt in der letzten Zeit etwas passiert. Nach ein paar Klicks muss ich feststellen, dass hier momentan ebenso wenig los ist, wie in der Kreativabteilung meines Kopfes.

    Ach, was waren das doch noch für wunderbare Zeiten, als es hier noch vor Usern wimmelte und man so viele spannende Diskussionen und ernsthafte Gespräche führen konnte.

    Ach ja, für einen Moment war mir entfallen, dass wir uns hier ja im neuen Forum befinden und viele User wohl noch immer nicht den Weg hierher gefunden haben.

    Tick, Tack.... Tick, Tack.... Noch 2 Minuten!

    Jetzt fällt die heutige Ausgabe des Zookurier wohl endgültig flach. Ich werde mich auf unsere Insel zurück ziehen und mir dort einen extra starken Kaffee gönnen. Den besten Kaffee überhaupt gibt`s nämlich nur dort. Vielleicht kommen mir dann ja auch wieder neue Ideen. Heute jedenfalls hab ich nichts zustande gebracht. Aber zumindest habe ich euch einen kleinen Einblick in den anstrengenden Alltag eines Reporters geben können.

    Wir werden für euch auch weiterhin auf der Suche nach spannenden Themen sein. Und mal sehen, vielleicht finden wir sie ja auch bald wieder. Man muss nur lange genug suchen und dabei tief genug graben.


    Bis hoffentlich bald! Eure kulli
     
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  11. Baerli

    Baerli Lebende Forums-Legende

    M u t t e r t a g


    Nachdem ich gestern bei meinem üblichen Streifzug durch den Zoo mal wieder die Artenvielfalt der Tiere bewundert habe, wollte ich mir in Ruhe einen Kaffee mit einem leckeren Kuchenstück im Tortenhaus gönnen.

    Während ich noch in Gedanken bei den Tieren war, setzte sich eine ältere Dame mit einem kleinen Mädchen an den Nachbartisch. Richtig, es waren die beiden Zoobesucher, die ich bereits vor Ostern getroffen hatte.

    Nachdem die nette Bedienung den Kaffee, Kakao und den Kuchen dort serviert hatte, holte die Kleine Papier und Buntstifte aus ihrem Rucksack. Ganz intensiv begann sie dann zu malen. Die Grossmutter hatte mich auch erkannt, mein Interesse bemerkt und erklärte mir, dass die Enkelin ein Bild für die Mama zum Muttertag malen wollte. „Was malst Du denn?“ fragte ich die Kleine direkt, die mir ganz stolz erzählte, dass sie einen Papagei mit vielen bunten Federn malen würde. Dann konnte sie nämlich alle bunten Stifte benutzen.

    Mir fiel dann ein, dass ich an der Theke einen Ständer mit Ansichtskarten gesehen hatte. Natürlich war eine Karte mit Papagei dabei, die ich spontan für die Kleine kaufte. Ganz begeistert meinte sie dann „Oma, dann kann ich von der Karte malen und wir müssen nicht mehr zu dem Gehege.“ Dankbar lächelte die Oma, sichtlich froh, noch etwas sitzen zu dürfen.

    Inzwischen hatte an dem anderen Nachbartisch ein junges Pärchen Platz genommen und war eifrig am diskutieren. Er „ich weiss doch nicht was Mutter braucht“, ihre Antwort „irgendein Teil in der Küche ist kaputt, ich weiss aber nicht was“. Es waren also Geschwister, die praktisch schenken, war mein Gedanke.

    „Kommst Du überhaupt?“ fragte die Schwester. Der Bruder zuckte mit den Schultern „Muss wohl, obwohl ich lieber mit Freunden zum Segeln wollte“. „Falls Du doch kommst, kannst Du auf dem Weg bei der Tankstelle einen Blumenstrauss holen. Aber Mutti hat doch immer Verständnis dafür, wenn Du viel Arbeit hast“ war die nüchterne Antwort der Schwester. „Ich werde auch nicht lange bleiben, denn ich will noch mit Freunden ins Kino“ kam noch hinterher.

    „Also gut, ich nehme die Ausrede mit der Arbeit, wenn Du dann kurz bei Mutter reinschaust“ antwortete der Bruder erleichtert, „dann können wir ja jetzt gehen“ Gesagt, getan und schon verliessen die Geschwister das Tortenhaus.

    Bei einer weiteren Tasse Kaffee musste ich das Gehörte erst einmal verarbeiten. Dabei stellte sich mir die Frage, welche Mutter wohl einen schöneren Muttertag erleben würde. Einerseits ein kleines Mädchen, das mit Begeisterung ein Bild malte, anderseits erwachsene Kinder, denen das Privatleben sehr wichtig war.

    Aber wie Mütter nun mal sind, sie lieben ihre Kinder mit all ihren kleinen und grossen Fehlern, und das ein Leben lang. Dafür sollten wir unseren Müttern sehr dankbar sein und das nicht nur am Muttertag, sondern auch an allen anderen Tagen des Jahres. Und das muss sich nicht in praktischen Geschenken oder Blumen äussern, sondern in der Tatsache, dass man Zeit für sie hat, ihr zuhört und immer für sie da ist. Und diese Gewissheit, dass ihre Kinder immer an ihrer Seite stehen, macht eine Mutter glücklich. Und selbstverständlich freut sie sich auch über Geschenke.

    Ich wünsche allen Müttern heute einen wunderschönen Tag.

    Eure Baerli
     
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  12. -kulli-

    -kulli- Lebende Forums-Legende

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    Sommer, Sonne, Urlaubsfeeling


    Aufgepasst!!!


    Glaubt man den Prognosen unseres hauseigenen Wetterfrosches Wendolin stehen uns einige warme, wenn nicht sogar heiße, Tage bevor.
    Endlich steht der Sommer vor der Tür. Lange genug hat er auch auf sich warten lassen.
    Spätestens jetzt ist es an der Zeit, sich Gedanken um den anstehenden Sommerurlaub zu machen.
    Da werden die Reisebüros gestürmt, diverse Kataloge gewälzt und in den Familien ist so mancher Streit vorprogrammiert, da Mutti in die Berge möchte, Vati am liebsten im geliebten Schrebergarten faulenzen und die Kids unbedingt ans Meer möchten.
    Hat man sich dann nach endlosen Diskussionen auf ein Ziel geeinigt, mit dem sich alle mehr oder weniger anfreunden können, ist der Stress aber noch lange nicht vorbei.
    Dass es noch sehr viele andere Familien alljährlich so ergeht, haben natürlich auch schon die Reiseanbieter erkannt und in den letzten Tagen die Preise drastisch erhöht.
    Der Wunschurlaub ist somit nicht mehr finanzierbar, er würde die ohnehin recht karge Reisekasse sprengen.
    Nur um überhaupt zu verreisen, wird also notgedrungen irgendein Reiseziel gebucht, denn erstens hat man schon längst nicht mehr den Nerv, um weiter zu suchen und zweitens fehlt auch die Zeit. Der Jahresurlaub dauert schließlich nicht ewig.
    Vergesst das alles, denn jetzt hat BP die Lösung für euch! In Zukunft bleibt euch all der Vorbereitungsstress erspart.
    Schon lange tüftelte ein Expertenteam an einer Idee, die Besucher auch in den Sommermonaten in den Zoos zu halten. War es bisher aufgrund fehlender Abwechslung allgemein sehr schwer, Leute anzulocken, so waren besonders in den warmen Monaten verwaiste Zoos besonders stark an der Tagesordnung.
    Damit ist jetzt Schluss, denn pünktlich zur Urlaubssaison haben uns die Entwickler zwei neue Gehege präsentiert.
    Zukünftig muss niemand mehr in die Ferne reisen, kilometerlange Staus und auch überfüllte Flughäfen bleiben uns erspart.
    Denn jetzt wird einfach Urlaub im Zoo gemacht. Für jeden Geschmack ist etwas dabei. Mutti kann über die Felsplatten Richtung Alpengehege kraxeln, auf Vati wartet ein Schrebergarten- Gehege, wo er die Ruhe genießen und dabei die Maulwürfe beim Buddeln beobachten kann und die lieben Kleinen können rund ums Küsten- Gehege im warmen Sand nach Muscheln suchen.
    Und wer auf der Suche nach etwas ganz Besonderem ist, dem kann ich unsere neueste Attraktion nur ans Herz legen. Mögt ihr es schaurig? Dann besucht doch einfach mal unser Magisches Pilzgehege. Verborgen hinter einem magischem Wall gibt es sagenumwobene Tiere wie z. B. die Geisterkatzen oder die Werwölfe zu bestaunen.
    Und eins ist sicher: Ihr könnt reisen, wohin ihr wollt, diese Tiere werdet ihr ganz sicher an keinem Ort die Welt entdecken.
    Ihr seht also, es ist mal wieder an der Zeit für einen Zoobesuch. Und billiger als eine Reise um die halbe Welt wird es ohnehin.
    Wir sehen uns dann hoffentlich bald mal wieder irgendwo zwischen dem Leuchtturm und den Alpen.

    Eure -kulli-


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    Das Geheimnis hinter dem Bauzaun

    Aufmerksamen Beobachtern ist es sicher nicht entgangen, im Management- Center tut sich was. Doch was genau ist da los?
    Schon in den frühen Abendstunden fielen die vielen Schwerlasttransporter auf, die zielstrebig unsere Stadt ansteuerten. Im Minutentakt sollte sich diese Karawane nun die ganze Nacht fortsetzen.
    Was hat das alles zu bedeuten? Wir haben uns sofort auf den Weg gemacht, um es für euch heraus zu finden. Einer der direkt betroffenen Zoodirektoren steht uns glücklicherweise zu einem Interview zur Verfügung.

    Frage: „Herr Direktor Hasenfuß, was genau konnten sie beobachten?“
    Antwort: „Es war fast so laut wie auf der Autobahn. Ein Auto nach dem anderen donnerte vorbei.Wir hatten alle Hände voll zu tun, unsere Tiere zu beruhigen.“
    Frage: „Haben sie sich denn gar keine Gedanken gemacht, was es mit dem ungewöhnlichem Lärm auf sich hat?“
    Antwort: „Naja zugegeben, insgeheim haben wir ja gehofft, dass die Bauruine, die schon seit Ewigkeiten vor ihrer Vollendung steht, nun doch endlich fertig wäre und hier nun die Möbelwagen mit dem benötigten Inventar anrollten. Nur aus diesem Grund haben wir die nächtliche Ruhestörung klaglos hingenommen. Wir wurden jedoch wieder einmal enttäuscht. Von unserem Aussichtsturm aus konnte Jim nur ein riesiges Zirkuszelt erkennen.“
    Frage: „Seltsam, ein Zirkus, hier bei uns!? Gab es das schon einmal?“
    Antwort: „Sicher, der Zirkus hat schon sehr oft bei uns gastiert. Er bietet immer eine tolle Abwechslung zum tristen Zooalltag. Außerdem bekommen wir Tierparkbesitzer durch ihn immer mal wieder die Möglichkeit, seltene Tiere für unseren Bestand zu erwerben. Das ist es nicht, was mich so fassungslos macht.“
    Frage: „Wenn der Zirkus an sich nichts Neues ist, was genau ist dann so erstaunlich, dass es alle in helle Aufregung versetzt?“
    Antwort: „Es ist ja schon schlimm genug, dass es diesmal fast ausschließlich Tiere im Angebot gibt, die wir nicht wirklich gebrauchen können. Dass jedoch extra ein Team von Sicherheitsexperten ran musste, um jede einzelne Kiste mit Zeitschlössern zu sichern, ist schon äußerst seltsam. Wenn sie mich fragen, ist da in der Stadt etwas ganz Geheimnisvolles im Gange. Und alles hat mit dieser Baustelle zu tun.“
    Frage: „Wo genau sehen sie eine Verbindung zwischen dieser Bauruine und dem Zirkus? Ich kann da, ehrlich gesagt, keinen Zusammenhang erkennen. Und vielen Leser geht es da sicher ähnlich. Das müssten sie uns etwas genauer erklären.“
    Antwort: „Ist ihnen denn noch nicht aufgefallen, dass immer wieder etwas rätselhaftes geschieht? Dinge verschwinden ganz einfach, ohne erklärbaren Grund. Zuerst war es ja nur der Spielspaß und die Abwechslung, dann waren es Tiere aus dem Lager und ganze Postberge. Damals haben wir es uns noch mit technischen Problemen erklärt. Als dann auch noch die Hälfte unseres Boardteams von einem Tag auf den anderen verschwunden war, haben wir uns dann doch Sorgen gemacht. Und es nimmt einfach kein Ende. Sehen sie sich doch mal im Forum um! User für User verschwindet.“
    Frage: „So genau habe ich mir da noch nie Gedanken drum gemacht. Doch jetzt erscheint es mir auch etwas seltsam. Haben sie denn eine plausible Erklärung für dieses Phänomen gefunden?“
    Antwort: “Sagen wir`s mal so: Ich habe da eine Vermutung. Auch wenn meine Mitarbeiter meine Theorie nicht ernst nehmen wollen und mich als Spinner belächeln. Aber auch die werden noch feststellen, dass ich Recht habe.
    Hören sie genau zu und geben sie meine Worte bitte genau so weiter. Die anderen Zoobesitzer müssen gewarnt werden, bevor es zu spät ist.
    Hinter diesem verwittertem Bauzaun verbirgt sich etwas sehr gefährliches, etwas alles verschlingendes. Vielleicht ist es ja ein virtuelles Bermudadreieck.Und die Verantwortlichen wissen ganz genau, was da vor sich geht. Genau deshalb bleibt dieser Zaun auch weiterhin, wo er ist.
    Sie haben doch nicht etwa geglaubt, diese seltsamen Bauarbeiter- Pinguine würden da nur so den Tag über herum stehen und auf den Feierabend warten? Oh nein! Das ist ganz sicher ein geheimes Wachkommando, die alle allzu Neugierigen fern halten sollen.
    Aber mich führt man nicht so schnell hinters Licht. Ich werde das Rätsel schon lösen.
    Jetzt muss ich auch schon wieder, es gibt noch viel zu tun. Vielen Dank für ihr Interesse und bleiben sie wachsam!“

    Und schon ist er verschwunden und lässt mich verdutzt zurück. Sollte Herr Hasenfuß mit seinen Vermutungen tatsächlich Recht haben und wohin ist er jetzt verschwunden? Ich werde auf jeden Fall auf der Hut sein und ihr solltet es auch.
    Bevor sich dieses Interview auch noch in Luft auflöst, habe ich es jetzt schnell zu Papier gebracht.
    Ich werde mich jetzt mit meinem Team zu Recherchezwecken in die Stadt begeben und hoffe, wir lesen uns alle wieder.


    Eure -kulli-​






     
    Zuletzt bearbeitet: 22 Mai 2014
    Schneekönigin, Purzel, 60kaktus und 9 anderen gefällt dies.
  13. Baerli

    Baerli Lebende Forums-Legende

    R U H E im Zoo



    Nachdem Zoodirektor Tierlieb mal wieder seine Runde durch den Zoo gedreht hat, genehmigt er sich noch einen Kaffee auf der Bank vor seinem Büro. Im strahlenden Sonnenschein kann er in aller Ruhe über die Gespräche vom gestrigen Abend nachdenken.

    Spontan hat sich gestern der Betreiber vom Wanderzirkus mit Herrn Tierlieb und einigen anderen befreundeten Direktoren zu einem Abendessen verabredet. Früher wäre das aus Zeitmangel nie möglich gewesen, aber inzwischen war so viel Ruhe bei den einzelnen Zoos eingekehrt, viel zu viel Ruhe nach Meinung der Direktoren.

    Früher fanden die Events, bei denen die Direktoren ihre Zoos mit neuen Tieren und besonderen Dekorationen bereichern konnten sehr oft unter erheblichem Zeitdruck statt. Das war besonders für die Direktoren sehr beschwerlich, deren Zoos sich noch in der Aufbauphase befanden. Um jedoch auch in den Besitz der gewünschten Tiere zu kommen, wurden sogar nachts die Wecker gestellt, um noch schnell mal eine Runde zu drehen. Was das für das Eheleben bedeutete, kann sich wohl jeder vorstellen, da war der Ärger schon vorprogrammiert. Inzwischen dauern die Events doch wesentlich länger, was für die jungen Direktoren angenehm ist. Die älteren Direktoren können jedoch, dank ausgebauter Zoobereiche und Helfer, ihre Runden in aller Ruhe drehen.

    Und der ständige Zeitdruck, denen ein Zoodirektor beim Erscheinen vom Tiertausch-Experten Lukas ausgesetzt war, war schon sehr heftig. Bei der heutigen Ruhe im Zoo würden sich viele Direktoren diesem Zeitdruck mal wieder gerne aussetzen.

    Ach ja, was waren das doch für Zeiten, als die nette Dame mit dem Tier-Mobil vorfuhr. Sicher, es war schon ein Stress, die Zeit mit den ausgeliehenen Tieren richtig zu nutzen, aber spannend war es auch. Ein Besuch vom Tier-Mobil wäre bestimmt mal wieder eine nette Abwechslung, um die derzeitige Ruhe zu unterbrechen. Wie es der Dame inzwischen wohl geht, hoffentlich ist ihr nichts auf einer ihrer Reisen passiert.

    Ja....diese unheimliche Ruhe. Selbst Tine und Sina Sorgsam haben sich inzwischen bei ihrem Chef Herrn Tierlieb beklagt, dass sie sich nicht ausgelastet fühlen. Wie bei vielen anderen Zoos sind die Zuchten inzwischen abgeschlossen und neue nicht vorgesehen. Selbstverständlich unterstützen sie die anderen Helfer, würden aber lieber in ihren eigenen Arbeitsbereichen tätig werden. Selbst sie fühlen sich bei der Ruhe nicht wohl. Teilweise ist es wie Urlaub, den sie aber lieber auf der Insel verbringen würden. Nur nutzlos herum zu sitzen, das liegt ihnen nicht. Dann doch lieber etwas Hektik.

    Und auch der Betreiber vom Wanderzirkus (er wurde Herrn Tierlieb leider nicht namentlich vorgestellt oder hat er den Namen schon vergessen?) kann alle Bestellungen in Ruhe abarbeiten. Bei der Auswahl, die ihm übergeben wurde, blieben viele Grossaufträge aus. Die wenigen kleinen Kistenbestellungen waren schnell ausgeführt. Viele junge Direktoren hätten ja gerne grössere Bestellungen aufgegeben, aber ihnen fehlte leider das nötige Geld. Und so hat der Zirkusbetreiber sehr viel Ruhe, um seine finanzielle Lage durchzurechnen. Denn die Umsatzeinbrüche werden sich gewaltig auf seine Provision auswirken und das bei der heutigen Kostenbelastung.

    Sicher, jetzt hätte Herr Tierlieb die Ruhe, den Zoo mal umzubauen. Aber bei den vielen Blitzen und Problemen will er seinen Helfern das nicht zumuten. Auf diese Art die Ruhe zu unterbrechen, ist ihm für seine Leute doch zu gefährlich.

    So wurden gestern Abend viele Probleme in aller Ruhe bei der gemütlichen Runde angesprochen. Letztendlich wurde dann einstimmig festgestellt, dass doch nur die Ehepartner der Direktoren von der Ruhe im Zoo profitieren. Endlich pünktlich Feierabend, das Essen brennt nicht an und man kann mal wieder etwas gemeinsam unternehmen.

    Das ist natürlich schon eine schöne Sache, denkt sich Herr Tierlieb. Aber eigentlich ist er Zoodirektor aus Leidenschaft. Und dazu gehört Hektik, Abwechslung, Stress und nicht diese (unheimliche) R u h e.


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    G l ü c k s b r i e f e


    Wie üblich verbrachte Zoodirektor Tierlieb mal wieder seine Zeit mit den Unterlagen. Rechnungen, Bestellungen.....immer die Probleme mit dem lieben Geld. War schon etwas deprimierend. Als es an der Tür klopfte, war er über die Unterbrechung dankbar.
    „Guten Morgen, die Post ist da“ tönte es ihm entgegen. Viele Briefe, hoffentlich waren mal keine Rechnungen dabei.

    Plötzlich entdeckte der Direktor einen Brief von der obersten Zoobehörde unter der ganzen Post. Neugierig öffnete er den Brief und konnte kaum glauben, was er dort zu lesen bekam.

    Endlich war es soweit. Nach den ganzen Jahren seit Eröffnung seines Zoos, sollte er jetzt endlich das Glück haben, ein langersehntes Dekorationsstück für seinen Zoo zu bekommen. Dieses Stück konnte nicht über den Zoohandel erworben werden, es war einfach ein Glücksfall, dieses Teil von der obersten Stelle geschenkt zu bekommen.

    Und heute war ihm das Glück hold, es sollte ihm ein Tierbrunnen geliefert werden. Nachdem er den Brief noch einmal gelesen hat, ertönte ein lautes „ H U R R A „ aus seiner Kehle, das bei dem geöffneten Fenster durch den ganzen Zoo schallte.

    Kuschel-Sonja hätte bald das Affenbaby fallen lassen, Müll-Toni fiel vor Schreck der Besen aus der Hand. Die Papageien kreischten wie wild und die Geisterkatzen verschwanden vorsichtshalber im Nichts. Was war denn mit dem Chef los?

    Vor Freude kam Herr Tierlieb aus seinem Büro gelaufen, um seinen Helfern die Neuigkeit mitzuteilen, bei denen natürlich die Freude ebenfalls gross war. Sofort wurden Pläne
    geschmiedet, wo die neue Errungenschaft aufgestellt werden konnte. Jeder war mit Eifer bei der Sache, keinem war der geplante Umbau zu viel Arbeit. Die Aufstellarbeiten sollten schnellstens nach Auslieferung erfolgen, damit die Besucher mal wieder eine neue
    Attraktion im Zoo bewundern können.

    So kann ein Brief auch mal eine gute Nachricht enthalten. Ich wünsche unseren Zeitungslesern, dass sie ebenfalls viele Glücksbriefe in ihrem Leben erhalten.

    Eure Baerli



     
    Zuletzt bearbeitet: 10 Juni 2014
  14. -kulli-

    -kulli- Lebende Forums-Legende

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    Stell dir vor, es ist WM und niemanden interessiert es.....


    Da reiben sich die Zoodirektoren schon etwas verwundert die Augen....
    Wir schreiben das Jahr 2014, um es ganz genau zu sagen den 12. 06. 2014.
    Von heute an gibt es bei der Arbeit, unter Freunden und vor allem in allen Medien nur noch ein Thema: Werden es unsere Jungs diesmal schaffen und den Titel nach Hause holen?
    Überall auf unserem Planeten wird mitgefiebert, Millionen Fans diskutieren und schreien ihren Frust oder aber auch ihre Freude heraus.
    Ja, überall auf der Welt bestimmt in den nächsten Tagen der Fußball unser Leben.
    Überall!!??
    Nein!!! Da gibt es ja noch das ZooMumba- Land. Hier scheint der Ball doch tatsächlich vorbei gerollt zu sein. Hartnäckig widersetzt man sich hier auch diesmal wieder dem weltweiten Trend.
    Während die Macher anderer Browser- Games ihre Spieler mit Event so richtig in Stimmung bringen, sieht man hier allenfalls einige Robben träge mit ihren Bällen jonglieren.
    Schade, wäre dies doch die einmalige Möglichkeit gewesen, der aufkommenden Langeweile und dem damit verbundenem Frust entgegen zu wirken. Das Sommerloch wäre gestopft.
    Den Zoodirektoren bleibt jetzt nur, weiterhin monoton durch den Zoo zu klicken und auf den August zu hoffen. Bis zum Zoogeburtstag ist es ja auch gar nicht mehr sooo lange hin. Und man wird uns in der Zwischenzeit ganz sicher noch mit höchst spannenden Events!!! erfreuen, wie zum Beispiel dem Wanderzirkus, einem Zuchtmarathon oder auch einer Levelup- Belohnung für die unteren Level- Regionen.
    Ich wünsche euch bei all der gebotenen Abwechslung weiterhin viel Spaß! ;)

    Eure -kulli-

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  15. 60kaktus

    60kaktus Lebende Forums-Legende

    Als Nachwuchs-Reporterin besuche ich verschiedene Zoo`s und unterhalte mich mit Zoodirektoren und Besuchern. Ich werde bemüht sein schöne Geschichten rund um den Zoo für euch einzufangen.

    Fussballspiel im Zoo


    Meine Reise führte mich in einen Zoo, der für mächtiges Aufsehen sorgte.

    Die Erdmännchen und die Bill`s bereiteten sich auf ein freundschaftliches Fussballspiel vor.
    Die Besucher drängten sich auf den vorbereiten Platz auf dem das Spiel stattfinden sollte und überlegten, für welche der beiden Mannschaften sie jubeln sollten. Da sagte der Zoodirektor, es wird ein schöner Nachmittag werden und wer von den beiden gewinnt, ist Nebensache.
    Das hörte Erdmännchen Lukas und teilte dies sofort seinen Kameraden mit. Die waren mit dem gar nicht einverstanden, denn sie hatten lange und hart trainiert. Sie waren alle einer Meinung, nur das beste zu geben.
    Als Schiedsrichter bekamen sie den schnellen schwarzen Panther, dem nichts entgeht.
    Nun begann das Spiel und die Erdmännchen liefen den Bill`s davon und standen schon vor dem Tor. Erdmännchen Lukas schaut nicht lange und schoss den Ball ins Tor. Großer Jubel und weiter ging es. Die Bill`s etwas unter Schock, der sich aber sofort wieder legte setzten einen spurt an. Bill Mario fasst sich ein Herz und zog Richtung Tor ab. Welch ein Aufschrei in der Menge, der Ball flog im hohen Bogen über das Tor.


    Schiedsrichter schwarzer Panther pfiff zur Pause. Erschöpft gingen beide Mannschaften in ihre Kabinen um sich zu erfrischen.

    In der zweiten Hälfte des Spiels legten die Erdmännchen wieder vor. In kurzer Zeit stand es 3 : 0 für sie und alle Tore erziehlte ihr Lukas. Die Erdmännchen waren stolz auf ihren Torjäger und nahmen etwas fahrt aus dem Spiel. Das sahen die Bill`s als Chance und versuchten, ihren Mario auf zu muntern, der dann mit schnellen Schritten auf das Tor der Erdmännchen zu lief. Aber die hatten einen guten Torwart und somit verfehlte Mario wieder.
    Endlich hatte der Schiedsrichter ein einsehen und pfiff das Spiel ab.
    Überglücklich, dass sie gewonnen hatten umarmten sich die Erdmännchen und da es ein freundschaftliches Spiel war, liefen beide Mannschaften über das Feld und bedankten sich bei den Zuschauern.

    Ich kann euch sagen, sowas habe ich in einem Zoo noch nicht erlebt, aber es hat auch mir mächtig Spass gemacht, den Mannschaften zu zusehen.
     
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  16. Baerli

    Baerli Lebende Forums-Legende

    Verlockungen


    Der Schreibtisch ist aufgeräumt, der PC ausgeschaltet, endlich Feierabend..Ich freue mich auf ein Treffen mit einer sehr guten Bekannten. Beatrix ist beruflich in der Stadt und so haben wir uns zu einem Treffen im Zoo verabredet.

    Nach einer herzlichen Begrüssung am Zooeingang musste ich Bea doch erst einmal fragen, warum unser Treffen nicht wie immer in der Stadt erfolgt. „Ach weisst Du, wir wollen doch nächsten Monat in Urlaub fliegen. Und bei Sonne, Strand und Palmen benötige ich doch eine Bikinifigur. Dafür habe ich aber noch einige Pfunde zu viel und da ist die Stadt mit ihren Cafes und Restaurants doch zu verlockend“ war ihre logische Erklärung. „Ach so, und hier im Zoo kann Dir keine Verlockung über den Weg laufen?“ ist meine vorsichtige Frage. „Natürlich nicht, ich werde den Tieren doch nicht das Futter wegnehmen“ ist ihre spontane Antwort.

    Oh je, das kann ja heiter werden. Ganz zaghaft erkundige ich mich mal nach ihrem letzten Zoobesuch. „Oh..lass mal überlegen...ist wohl schon eine Weile her...da war ich wohl noch Teenager“ kam ihre Antwort. Stimmt, denke ich, das ist bei uns schon wirklich lange her.

    Ganz mutig hake ich Bea unter und das Abenteuer Diät im Zoo konnte beginnen. Nach dem Eingang schlage ich erst einmal den Weg ganz rechts ein. Dort befindet sich nur ein harmloser Tierfutterstand, dem jedoch kurz danach schon der Stand mit dem leckeren Fruchtpunsch folgt. Er wurde jedoch keines Blickes gewürdigt, Bea widmet sich ganz intensiv den Löwen.

    An der nächsten Gabelung zieht mich Bea nach links, nicht ahnend, dass dort der
    Stand mit den Crepes steht. Tapfer geht sie auch dort vorbei, um jedoch nach einigen Minuten vor dem Pizza-Stand zu stehen. „Sag einmal „ werde ich jetzt gefragt, „gibt es auch noch Tiere im Zoo?“ Das hörte sich schon sehr kritisch an, aber vorerst konnte auf unserem Weg nichts passieren. Spielzeug, Blumen oder Andenken stellen zum Glück keine Gefahr für eine Diät dar.

    Nachdem wir an dem Gehege mit den Zebras vorbei sind, steigt uns so langsam ein unwiderstehlicher Duft in die Nase: Waffeln. Bea verlangsamt schon ihre Schritte, geht aber ganz tapfer weiter. Waffelduft ist aber auch so verlockend, zumal dann auch noch das Tortenhaus in unser Blickfeld kommt.

    Das ist dann doch zu viel für meine Bekannte. „Jetzt mal ehrlich, konntest Du mir das nicht eher sagen?“ werde ich gefragt. „Ich denke wir besuchen nur Tiere und dann das alles? Leckere Stände mit Essen, tolle Dekorationen, wunderschöne Blumenanlagen und dazu noch viele Tierarten....so habe ich keinen Zoo in Erinnerung. Aber.......“ und so langsam kommt ein Lächeln in ihr Gesicht „...könnte ich mit der Diät auch mal einen Tag aussetzen!“

    Jetzt fällt auch bei mir die Anspannung ab und wir können endlich herzhaft lachen. Und mit diesem Lachen betreten wir das Tortenhaus und gönnen uns zu dem Kaffee natürlich ein leckeres Stück Obstkuchen, allerdings ohne Sahne. Dabei kann ich Bea endlich mal über die heutigen Zoos aufklären.

    Nur Tiergehege und einige Besucherbänke....das war einmal. Jetzt ist ein Zoobesuch eine Reise in eine andere Welt. Und auf diese Reise gehen Bea und ich gleich nach unserer Stärkung.

    Eure Baerli
     
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  17. 60kaktus

    60kaktus Lebende Forums-Legende

    Zootiere auf Freigang


    Eines Nachts, als Zoodirektor H. seine Runde durch den Zoo machte, traute er seinen Augen nicht. Wo sind denn meine Tiere?
    Aufgeregt lief er von Gehege zu Gehege und fand kein einziges Tier mehr. Wo können sie nur hin gelaufen sein. Die Ausgänge sind verschlossen.
    Eilig ging er in sein Büro und trommelte seine Helfer zusammen. Wir müssen auf die Suche gehen, denn irgendwo müssen sie doch sein.
    Da hatte Helfer Thomas eine Idee und erzählte, dass er bei seiner Fütterrunde ein großes Loch im Zaun fand. „Mist“, habe vergessen es zu melden.
    Hinter dem Loch befand sich eine große Wiese mit einem Teich und bei diesen Themperaturen konnte es leicht möglich sein, dass die Tiere nach einer Abkühlung suchten.
    Die Helfer setzen sich in Bewegung und fanden bald den Durchgang. Leise gingen sie den Spuren, die sie fanden, nach. Was sie dann sahen, wird ihnen niemand glauben.


    Pinguine, Seelöwen, Eisbären, Schwäne und Flamingos tummelten sich im Teich. Um sie herum Giraffen, Strauße, Nilpferde, Nashörner und noch viele mehr. Murmeltiere gruben sich in die feuchte Erde ein. „Ein Bild, schöner könnte es nicht sei“.

    Da kam Zoodirektor H. ein Gedanke. Wir könnten doch eine große Freifläche auf dem Gelände errichten und an heißen Tagen den Tieren eine Abkühlung gönnen.
    Damit sie nicht gesehen wurden gingen sie wieder zurück und warteten, dass die Tiere wieder in ihre Gehege zurückkehrten.
    Am nächsten Morgen sah der Zoo aus, als wäre in der Nacht nichts vorgefallen. Alle Tiere waren wieder in ihren Gehegen und warteten auf ihre Fütterung.


    Der Zoodirektor und seine Helfer fingen an, die Fläche mit Büschen, Brunnen und sogar einem kleinen Wasserfall herzurichten. An der Stelle, wo sie das Loch gefunden hatten wurde ein großer, versteckter Durchgang gebaut. Dieser Teil sollte nicht für die Besucher sichtbar sein. Zoodirektor H. wollte, dass sich seine Tiere weiterhin wohl in seinem Zoo fühlen und wusste auch, dass sie immer wieder freiwillig in ihre Gehege zurückkehren werden.
     
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  18. Baerli

    Baerli Lebende Forums-Legende

    D a s K l e e b l a t t


    Aufgeregt läuft Zoodirektor Tierlieb durch sein Büro, immer wieder einen Blick auf die Uhr werfend.

    Heute sollte ein Reisebus mit einer Gruppe Jugendlicher aus dem in der Nähe befindlichen Urlaubs-Camp „Holiday“ angefahren kommen. Herr Tierlieb hatte vor einiger Zeit mit Herrn Sommer, dem zuständigen Leiter, vereinbart, dass ein Zoobesuch in das Freizeitprogramm des Camps aufgenommen werden sollte.

    Und nun war der Tag gekommen, an dem der erste Versuch mit einer Gruppe von 15 Kindern gestartet wurde. Herr Tierlieb hatte seine Helfer extra gebeten, besonders aufmerksam zu sein. Am heutigen Tag durfte einfach nichts passieren.

    Endlich rollte der Bus auf den Parkplatz und eine lebhafte Gruppe Kinder stieg aus. Direktor Tierlieb begrüsste die Betreuer und die Kinder und dann ging es endlich in den Zoo. Aufgeregt liefen die Kinder umher und die Aufsichtspersonen hatten alle Hände voll zu tun. Aber endlich war eine gewisse Ordnung vorhanden und man konnte die im Zooplan vorgeschlagene Route starten.

    In dem ganzen Chaos war es keinem aufgefallen, dass sich das „Kleeblatt“ eingehend mit der Hinweistafel am Eingang befasst hatte. Das sogenannte „Kleeblatt“ war eine eingeschworene Gemeinschaft von 4 Jungen, namens Micha, Bernd, Stefan und Ralf. Es war kein Glückskleeblatt, dafür waren die Jungen viel zu sehr für ihre Streiche bekannt. Auch jetzt steckten sie schon wieder geheimnisvoll die Köpfe zusammen, um etwas auszubrüten.

    Während die gesamte Gruppe sich nach und nach die einzelnen Gehege ansahen, warteten die 4 Jungen nur darauf, sich unbemerkt zu entfernen. Endlich war es am Geschenke-Stand soweit, sie verschwanden unbemerkt und schlugen sofort den Weg zu den Mammuts ein. Mammuts, Werwölfe und Geisterkatzen , das waren die interessanten Ziele für die Gruppe.

    Da die Mammuts entgegen aller Erwartung doch nicht so cool waren, ging es schnell weiter zu den Werwölfen. Aber die waren so gesichert in ihrer Anlage und liessen sich heute auch ausnahmsweise nicht aus der Ruhe bringen.

    Also blieben nur die Geisterkatzen übrig. Dort sollte das Gehege durch fremde Arbeiter repariert werden, die bei der Absicherung leider nicht gewissenhaft gearbeitet hatten. Aber selbst eine bessere Sicherung wäre für das „Kleeblatt“ heute kein Hindernis gewesen. Sie wollten jetzt endlich was erleben. Da kein weiterer Zoobesucher anwesend war, konnten sie ungestört über und durch den Zaun klettern und standen schnell den Katzen gegenüber.

    Die Verkleidung der Katzen als Gespenst war lediglich Micha nicht so ganz geheuer und so blieb er doch lieber am Zaun zurück. Stefan und Ralf wollten nach den anderen Katzen greifen, doch die machten ihnen einen Strich durch die Rechnung und lösten sich im Nichts auf. Zurück blieben zwei völlig verdutzte Jungen.

    Lediglich Bernd schien sich vor nichts zu fürchten und wollte sich endlich die Krypta mal von innen ansehen. Doch plötzlich kamen riesige Fangarme aus dem Gebäude und griffen nach dem Jungen, der jetzt auch vor Schreck völlig erstarrt war. Jetzt war alles aus.

    Auf einmal packten zwei kräftige Männerhände den Jungen und zogen ihn schwungvoll aus dem Gefahrenbereich, schnell zum Zaun. Während die anderen Jungen schon schreiend aus dem Gehege geklettert waren, dauerte es bei Bernd etwas länger. Endlich stand auch er zitternd auf der sicheren Seite vom Zaun, auf die Müll-Toni ihn gebracht hatte. Bei seinem Rundgang hatte er zum Glück die abenteuerlichen Jungen bemerkt und konnte gerade noch Schlimmes verhindern.

    Inzwischen war das „Kleeblatt“ auch von der anderen Gruppe vermisst worden, die durch das Schreien schnell den Weg fand. Auch Direktor Tierlieb kam angelaufen und informierte sich sofort über den Vorfall. Langsam dirigierte er die ganze Truppe zum Eingangsbereich zurück. Dort gab es erst einmal Eis für alle, auch für die vier Abenteurer. Inzwischen hatten sie wieder eine gesunde Gesichtsfarbe und konnten auch schon wieder lächeln.

    Jetzt fand es Herr Tierlieb an der Zeit, eine kleine Ansprache zu halten, denn schliesslich sind die Warnschilder nicht umsonst aufgestellt worden. Das „Kleeblatt“ war wenigstens (vorläufig) so vernünftig, um den Fehler einzusehen. Artig bedankten sie sich auch bei Müll-Toni und bestiegen dann mit den anderen Kindern den Bus, der wieder Richtung Feriencamp fuhr.

    Zoodirektor Tierlieb unterhielt sich noch kurz mit seinen Helfern, um dann umgehend Herrn Sommer anzurufen, der inzwischen auch schon von dem Abenteuer gehört hatte. Man kam überein, es demnächst noch einmal mit einer kleineren Gruppe zu versuchen, denn es gibt zum Glück ja auch vernünftige Jugendliche.

    Tiere sind nun einmal unberechenbar und da sollte man schon die Warntafeln und sonstigen Hinweisschilder beachten. Dann wird jeder Zoobesuch zu einem grossen Vergnügen.

    Eure Baerli
     
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  19. 60kaktus

    60kaktus Lebende Forums-Legende

    Wellness im Zoo


    Vor einiger Zeit erreichte mich die Nachricht, dass ein Zoodirektor in seinen Zoo eine Wellness-Oase für seine Tiere gebaut hat.

    Neugierig, wie ich nun mal bin, machte ich mich auf den Weg. Unterwegs traf ich Frau und Herrn B., die mir erzählten, dass es nicht mehr weit ist und ich mich auf den Besuch im Zoo freuen kann.
    Angekommen, fand ich bald den Weg zu der Wellness-Oase.


    Davor tummelten sich Scharlachsichler, Möpse, Waschbären und viele, viele mehr. Jeder wollte sich entspannen von den neugierigen Zoobesuchern. Die Waschbären bevorzugten erstmal das Schaumbad bei Kerzenschein. Im Wellnesstempel bekamen die Möpse eine Beautybehandlung. Alle viere streckten sie von sich und genossen es. Im Vordergrund stand natürlich das Schaumbad, aber die Schlange die darauf wartete wurde immer größer. So teilten sich die Tiere auf und relaxten bei einer Massage. Danach suchten sie die Pralinenbude auf und holten sich Schokolade, die wie wir auch wissen, glücklich macht. Um die Entspannung perfekt zu machen ruhten sie sich in dem eigens dafür vorgesehenen Wellness-Gehege aus.
    Überglücklich kehrten alle Tiere wieder in ihre Gehege zurück.


    Der Zoodirektor berichtete mir, dass er die Anlage erweitern wird, damit die Tiere nicht so lange warten müssen. Die Besucher möchten glückliche und allem volle Gehege bestaunen.

    Ich verabschiedete mich und versprach über das Erlebnis zu schreiben, dass sich der kleine Zoo weiter über Besucher freuen kann, die auch mal was ungewöhnliches erleben möchten.
     
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  20. Baerli

    Baerli Lebende Forums-Legende



    S i c h e r h e i t i m Z o o


    Am Tag nach dem Erlebnis mit dem „Kleeblatt“ vom Feriencamp „Holiday“ gab es eine ausführliche Frühbesprechung im Versammlungsraum mit allen Helfern. Herr Tierlieb hatte dafür reichlich Kaffee und belegte Brötchen besorgt, denn diese Besprechung würde wohl etwas länger dauern.

    Es wurde noch einmal kurz das gestrige Abenteuer der vier Jungen angesprochen, Hauptthema war heute jedoch die Sicherheit im Zoo. Sicherheit für Besucher und Tiere.

    Sofern in Zukunft wieder Reparaturarbeiten durch Fremdfirmen ausgeführt werden sollten, wurde Helfer Jürgen damit beauftragt, Zäune und Gehege nach den Arbeiten extra zu kontrollieren. So ein Fehler wie vom Vortag durfte sich nicht wiederholen.

    Ansonsten entsprachen die Gehege und Anlagen alle dem neuesten Sicherheitsstandard. Einzige Möglichkeit war, die Helfer noch öfter auf einen Rundgang zu schicken und die Betreiber der Verkaufs-Stände ebenfalls um Mithilfe zu bitten. Eine komplette Überwachung durch angebrachte Kameras lehnte Zoodirektor Tierlieb aus diversen Gründen sofort ab.

    In diesem Zusammenhang kam natürlich auch das Verhalten der erwachsenen Besucher zur Sprache. Wie oft wurden Brotstücke oder sonstige Essensreste in den Teich oder in die Gehege geschmissen. Dabei gab es doch spezielles Tierfutter an den Ständen zu kaufen. Ausserdem durften viele Tiere, die einen besonders empfindlichen Magen hatten oder krank waren, auch nicht durch die Besucher gefüttert werden.

    „Und ich habe erst vorgestern wieder Glasscherben bei den Pinguinen gefunden“ meldete sich Helfer Peter zu Wort. Einfach Flaschen oder Getränkedosen in die Gehege zu werfen war unverantwortlich von den Besuchern. Wie leicht konnten sich die neugierigen Tiere daran verletzen. Es waren genug Mülleimer im Zoo aufgestellt. Aber manche Leute wollten einfach nur die Tiere aufschrecken, falls sie mal gemütlich in der Sonne lagen. Wie unvernünftig doch viele Menschen waren.

    Da nutzten die aufgestellten Hinweis- und Warnschilder leider auch nicht viel. Und der Direktor konnte mit seinen Helfern auch nicht immer und überall sein.

    Herr Tierlieb beschloss daher, neue Zooplaner drucken zu lassen. Es sollten dann nicht nur die diversen Rundgänge und Besonderheiten aufgeführt sein, sondern auch ausdrückliche Hinweise für das richtige Verhalten im Zoo. Damit wollte Herr Tierlieb an die Vernunft der Besucher appellieren.

    Der Grundgedanke eines Zoos war es, eine Stätte zu schaffen, wo sich die Tiere sicher und gut aufgehoben fühlten, um den Menschen präsentiert zu werden. Wobei diese die Verpflichtung hatten, diese wertvollen Tiere artgerecht und rücksichtsvoll zu behandeln.

    Eure Baerli
     

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